scientific consulting  accompanied by  legal advice

meyer.science ist spezialisiert auf die natur­wissenschaft­liche Be­ratung von natio­nalen und inter­natio­nalen Firmen der Lebens­mittel‑, Kosmetik- und Pharma­branche. Darüber hinaus erstreckt sich unsere Be­ratung auf die Ge­biete der Lebens­mittel­kontakt­materialien und sonstiger Verbraucher­produkte wie Spiel­zeug und Text­ilien.

Dabei pro­fitieren unsere Kunden von der Um­setzung eines inter­disziplinären An­satzes; die enge Zusammen­arbeit mit unserem Ko­operations­partner meyer.rechtsanwälte er­möglicht unseren Kunden eine natur­wissen­schaftliche und recht­liche Be­ratung aus einer Hand.

Die enge Zu­sammen­arbeit mit einem aus­ge­dehnten Netz­werk euro­päischer und weiterer inter­nationaler Ex­perten, welches es uns er­möglicht, die Be­sonder­heiten der je­weiligen Märkte in unsere Be­ratung mit ein­zu­be­ziehen, rundet unser Con­sulting Angebot ab.

Wert­volle Erfahrungen gewinnen wir schließ­lich durch unser zu­sätzliches Eng­agement in zahl­reichen Ver­eini­gungen, unsere Pub­lika­tionen in ein­schläg­igen Fach­medien und die Organ­isation von Konf­erenzen und Seminaren. Die da­durch erschlos­senen Kontakte zu Be­hörden und Ver­bänden kommen auch unseren Kunden zu­gute. 

Dr. Uta Verbeek
Geschäftsführerin


Aktuelle Informationen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält die folgenden vier als Novel Food beantragte Lebensmittel für sicher im Rahmen der vorgeschlagenen Anwendungsbedingungen:

  • Koriandersaatöl zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln; Vorgesehene Anwendungsdosis: 600 mg/Tag; [EFSA Journal 2013;11(10):3422]
  • Citicolin zur Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke. Vorgesehene Anwendungsdosis: 500 mg-1000mg/Tag; [EFSA Journal 2013;11(10):3421]
  • Rapsprotein Isolat (wässriger protein-reicher Extrakt aus Rapspresskuchen der Spezies Brassicaceae, Brassica napus L. und Brassica rapa L., both so-called canola varieties.) zur Verwendung analog zu Sojaprotein Isolat
  • Methyl-vinylether-maleinsäure-anhydrid copolymer (Gantrez SF) als Kaugummibase

Ergotalkaloide sind Inhaltsstoffe des Mutterkorns. Beim Mutterkorn handelt es sich um die von dem parasitären Pilz Claviceps spp. gebildeten Sklerotien (Secale cornutum), die verstärkt in feuchten Jahren auf Getreideähren und Gräsern vorkommen können. In Deutschland ist besonders häufig die Getreideart Roggen befallen.

Bisher wurden über 50 verschiedene Ergotalkaloide identifiziert. Sie gelangen über das Mutterkorn in das Mehl, wenn die dunkelfarbigen, den Getreidekörnern ähnlichen Sklerotien mit vermahlen werden. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Ergotalkaloiden sind seit langem bekannt. Als akute Wirkungen hoher Ergotalkaloiddosen sind Übelkeit, Kopfschmerzen oder Bluthochdruck, Missempfindungen in den Extremitäten (z. B. "Ameisenlaufen"), Halluzinationen oder Krämpfe (z.B. Uteruskontraktionen oder Herzrhythmusstörungen) bis hin zum Absterben von Extremitäten oder Tod durch zentrale Atemlähmung beschrieben. Zu den chronischen Wirkungen hoher Dosierungen gehören zum einen brennende Schmerzen, Nekrosen (Gewebezerstörung) sowie Spasmen (Muskelkrämpfe). Zum anderen sind als Symptome ZNS-Dysfunktionen mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfen und Psychosen beschrieben, die als "Ergotismus convulsivus" bezeichnet werden.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat erstmalig in einer Stellungnahme zu Ergotalkaloiden in Lebensmitteln und Futtermitteln im Jahr 2012 sowohl eine täglich duldbare Aufnahmemenge (tolerable daily intake,TDI), von 0,6 μg je Kilogramm Körpergewicht (bei lebenslanger Aufnahme) als auch eine akute Referenzdosis (ARfD) in Höhe von 1 μg je Kilogramm Körpergewicht als einmalige maximale Aufnahmemenge pro Tag abgeleitet.

Laut BfR stellen 2- bis <5-jährigen Kinder aufgrund ihres geringeren Körpergewichts im Vergleich zur Verzehrsmenge die am höchsten belastete Verbrauchergruppe dar. Wegen der bekannten uteruskontrahierenden Wirkung bestimmter Mutterkornalkaloide sieht das BfR bezüglich des Verzehrs hoch belasteter Getreideprodukte weiterhin Schwangere als besonders empfindliche Risikogruppe an. Das Institut empfiehlt daher die Einhaltung der vorstehend genannten gesundheitsbezogenen Richtwerte ARfD und TDI (Stellungnahme Nr. 024/2013 vom 7. November 2012, aktualisiert am 28.08.2013).

Bereits am 16. März 2012 wurde nach mehrfacher Überarbeitung die Empfehlung der Europäischen Kommission für ein Monitoring auf Ergotalkaloide (Mutterkornalkaloide) in Futtermitteln und Lebensmitteln im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht (ABl. L 77 vom 16.3.2012, S. 20). Das Monitoring soll im Lebensmittelbereich Getreide, Getreideprodukte und zusammengesetzte Lebensmittel umfassen. Im Futtermittelbereich sollen Getreide, Getreideprodukte, Weidegräser, Futtergräser sowie Mischfuttermittel untersucht werden.

Fachkreisen zufolge ist 2013 ein sogenanntes "Mutterkorn-Jahr", das heißt, es ist mit vermehrtem Auftreten von Mutterkorn, insbesondere bei Roggen zu rechnen. Im Ergebnis eines Fachgesprächs empfiehlt das BfR die konsequente Anwendung der landwirtschaftlichen und technologischen Guten Herstellungspraktiken (GHP) mit dem Ziel, die Gehalte an Ergotalkaloiden in Roggenerzeugnissen zu minimieren.

Es sei darauf hingewiesen, dass auf EU-Ebene gemäß der Richtlinie 2002/32/EG über unerwünschte Stoffe in der Tierernährung für Futtermittel-Ausgangserzeugnisse und Mischfuttermittel, die ungemahlenes Getreide enthalten, ein Höchstgehalt für Mutterkorn (gemeint sind hier die Sklerotien) von 1 g/kg (= 0,1 %) gilt. Für Lebensmittel existiert bislang weder auf EU-Ebene noch national ein Höchstgehalt. Allerdings verweist die Lebensmittelüberwachung in Deutschland gerne auf einen Orientierungswert von 1000 μg/kg (= 1 mg/kg) für Mutterkornalkaloide (Summe von 12 Verbindungen).

Die EU-Kommission hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beauftragt, eine umfassende Risikobewertung in Bezug auf Perchlorat vorzunehmen. Als Übergangsregelung bis zur Fertigstellung dieser Bewertung hat die EU-Kommission für den Gehalt von Perchlorat in Obst nach Diskussion mit den Mitgliedstaaten am 16. Juli 2013 folgende Übergangsregelung verabschiedet: Für Zitrusfrüchte, Kernobst, Wurzel- und Knollengemüse, Tafeltrauben, Spinat, Melonen und Wassermelonen gilt ein Referenzwert von 0,2 mg pro kg, für Blattgemüse (außer Spinat), frische Kräuter und Sellerie im Unterglasanbau ein Referenzwert von 1,0 mg pro kg und für alle anderen Obst- und Gemüseerzeugnisse ein Referenzwert von 0,5 mg pro kg.

Laut Berechnungen des BfR sind diese Referenzwerte geeignet, in Hinblick auf den wiederholten Verzehr mittlerer Mengen von Lebensmitteln mit Perchloratrückständen Verbraucher ausreichend vor möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen. Dies gilt jedoch nicht in Hinblick auf den kurzzeitigen Verzehr großer Mengen der entsprechenden Lebensmittel. Die Kurzzeitaufnahme von Perchlorat überschreitet für die deutsche Bevölkerung und für europäische Verbrauchergruppen die nach gegenwärtigem Kenntnisstand zur Bewertung herangezogene vorläufig maximal tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (provisional maximum tolerable daily intake, PMTDI) von 0,01 mg pro kg Körpergewicht.

Das BfR hält daher die von der EU-Kommission festgesetzten Referenzwerte für ungeeignet, Verbraucher in Hinblick auf den Verzehr großer Portionen von Obst- und Gemüseerzeugnissen mit Perchloratrückständen ausreichend vor möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen. Aus Sicht des BfR wäre unter Verwendung der im Pflanzenschutz genutzten Bewertungsmethodik erst ein Gehalt von 0,05 mg pro kg für alle Obst- und Gemüseerzeugnisse akzeptabel.

Die ausführliche Stellungnahme des BfR können Sie hier einsehen. 

Als weitere Arbeit über Referenzwerte für die Aufnahme von Nährstoffen ("dietary reference values", DRVs) veröffentlichen die Ernährungsexperten der EFSA ihre ersten Empfehlungen zu Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe). Die beiden wissenschaftlichen Gutachten über die Mineralstoffe Fluorid und Molybdän folgen früheren Empfehlungen zu DRVs für Energie, Makronährstoffe – Protein, Fette, Kohlenhydrate – Ballaststoffe und Wasser. Die EFSA wird eine Reihe weiterer Gutachten zu DRVs für Mikronährstoffe veröffentlichen, einschließlich für Vitamin C, Folat, Eisen, Zink, Calcium und Jod.

Fluorid hat keine essentielle Funktion für das Wachstum und die Entwicklung des Menschen und es wurden keine Manifestationen von Fluoridmangel beobachtet. Fluorid ist für die Zahnentwicklung nicht essentiell, seine Rolle bei der Zahnkaries-Vorbeugung ist aber seit vielen Jahren bekannt. Das NDA-Gremium schlägt für Fluorid eine ausreichende Aufnahme ("adequate intake", AI) von 0,05 mg/kg Körpergewicht pro Tag für Kinder und für Erwachsene vor, einschließlich schwangerer und stillender Frauen. Die AI umfasst die Fluoridaufnahme aus allen Quellen, einschließlich Nichtnahrungsquellen, wie z. B. Zahnpasta und andere Zahnpflegeprodukte.

Die Scientific Opinion lässt sich bei der EFSA herunterladen.

Molybdän kommt im Körper nur in geringen Mengen vor, ist aber bei einigen wichtigen biologischen Vorgängen beteiligt. Bei gesunden Menschen wurde kein Molybdänmangel beobachtet. Das NDA-Gremium schlägt eine AI von 65 µg/Tag für Erwachsene vor, einschließlich schwangerer und stillender Frauen, und AIs im Bereich von 10 bis 65 µg/Tag für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche.

Die Scientific Opinion lässt sich bei der EFSA herunterladen.

 

Die EFSA hat 6 neue Opinions veröffentlicht, in denen die beantragten health claims positiv bewertet wurden. Es handelt sich dabei um einen Art.13 health claim, 4 Art.14 Kinder-claims und 1 Art.14 risk-reduction-claim:

Bei den einzelnen claims handelt es sich im Speziellen um die folgenden:

Art. 13(5):

  • "Non fermentable" carbohydrates and maintenance of tooth mineralisation by decreasing tooth demineralization

Art. 14:

  • Magnesium and contribution to normal development of bone (für Kinder bis 3 Jahre)
  • Iron and contribution to normal cognitive development (für Kinder bis 3 Jahre)
  • Vitamin A and contribution to normal development and function of the immune system (für Kinder bis 3 Jahre)
  • Increasing maternal folate status by supplemental folate intake and reduced risk of neural tube defects (für Frauen im gebärfähigen Alter)
  • Combination of artichoke leaf dry extract standardised in caffeoylquinic acids, monacolin K in red yeast rice, sugar-cane derived policosanols, OPC from French maritime pine bark, garlic dry extract standardised in allicin, d-α-tocopheryl hydrogen succinate, riboflavin and inositol hexanicotinate in Limicol® and reduction of blood LDL-cholesterol concentrations (für Erwachsene)

Die wissenschaftlichen Sachverständigen der EFSA sind zu dem vorläufigen Schluss gelangt, dass die aufgenommene Nahrung bei allen Bevölkerungsgruppen die hauptsächliche Quelle für eine Exposition gegenüber Bisphenol A (BPA) darstellt und dass die Exposition geringer ist als frühere Schätzungen der EFSA ergaben. BPA ist eine chemische Verbindung, die in Lebensmittelkontaktmaterialien, beispielsweise Verpackungen, aber auch in anderen Verbrauchsgütern Verwendung findet. Bei der aktuellen Bewertung der BPA-Exposition handelt es sich um die erste der Behörde seit 2006 sowie die erste, bei der sowohl Nahrungs- als auch Nicht-Nahrungsquellen berücksichtigt werden (darunter Thermopapier und umweltbedingte Ursachen wie Luft und Staub). In einem zweistufigen Verfahren im Rahmen ihrer vollständigen Risikobewertung von BPA holt die EFSA derzeit Rückmeldungen zu ihrem Entwurf einer Bewertung der diesbezüglichen Verbraucherexposition ein. In einer späteren Phase wird die Behörde dann eine öffentliche Konsultation über den zweiten Teil ihres Gutachtenentwurfs durchführen, dessen Schwerpunkt auf der Bewertung der potenziellen Gesundheitsrisiken für den Menschen durch BPA liegen wird.

Die VERORDNUNG (EU) Nr. 609/2013 vom 12. Juni 2013 über Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder, Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke und Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung gilt ab 2016.

Diese neue Verordnung schafft das bisherige "Diät"-Recht ab. Statt eines umfassenden, wenn auch lückenhaften Diätrechts gibt es zukünftig nur noch wenige Rezepturvorgaben bzgl. einzelner Lebensmittelkategorien: Säuglinge und Kleinkinder, Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke und Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung.

Bzgl. Sportlernahrung dürfte die Verordnung bereits jetzt das Aus sein. In Erwägungsgrund 32 heißt es hierzu:

"Bei Lebensmitteln für intensive Muskelanstrengungen, vor allem für Sportler, konnte keine Einigung über besondere Vorschriften erzielt werden, da die Ansichten der Mitgliedstaaten und Interessenträger über Geltungsbereich, Zahl der Unterkategorien, der zu berücksichtigenden Lebensmittel, Kriterien für die Festlegung der Zusammensetzungsanforderungen und potenzielle Auswirkungen auf die Innovation bei der Produktentwicklung weit auseinandergingen. Daher sollten zum jetzigen Zeitpunkt keine besonderen Vorschriften ausgearbeitet werden. Auf Grundlage der von den Lebensmittelunternehmern eingereichten Anträge ist für die einschlägigen Anträge inzwischen in Einklang mit den Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 die Zulassung erwogen worden."

Es zeigt sich schon seit einiger Zeit, dass Werbeaussagen bzgl. Sportler der Zulassung nach der Health ClaimVO 1924/2006 benötigen, ohne aber unzulässig sind.

Die Verordnung gibt es hier zum herunterladen.

 

Die EU-Kommission hat Anfang Juli 2013 den endgültigen Verordnungsentwurf "SANCO/10680/2013 – revision 5" präsentiert und an die betroffene Wirtschaft weitergeleitet Bei den Signalwerten sind gegenüber dem letzten Entwurf, der erst am 24. Juni 2013 erschien, keinerlei Änderungen mehr erfolgt. Die im Anhang dieses Entwurfes aufgeführten Signalwerte sollen lediglich dazu dienen, die Notwendigkeit weiterer Nachforschungen der Ursachen der Acrylamid-Bildung festzustellen. Als Grenzwerte im Rahmen einer Sicherheitsbewertung sollen diese Signalwerte jedoch nicht herangezogen werden.

In Fällen, in denen während des Monitorings die für die jeweilige Lebensmittelkategorie festgesetzten Signalwerte überschritten wurden, sollen bei Behördenermittlungen auch die von den Lebensmittelunternehmern eingerichteten HACCP- oder ähnliche Systeme überprüft werden. Dabei soll gemeinsam mit den Unternehmern geklärt werden, ob alle Produktionsschritte, die hinsichtlich einer Acrylamid-Bildung anfällig sind, identifiziert und adäquate Maßnahmen zur Kontrolle dieser getroffen wurden.

Die EU-Kommission kündigte weiterhin einen Acrylamid-Workshop für Ende Oktober/Mitte November 2013 an. Bis zu diesem Zeitpunkt soll die Wirtschaft detaillierte Informationen vorlegen, wie die Acrylamid-Thematik in den HACCP- oder ähnlichen Systemen der Unternehmen verankert ist.

„Beauty Claims“ – Ein Beispiel abstrusen Vorgehens bei der Umsetzung der Health-Claims-Verordnung

Der erste offi zielle Teil der im Sammelverfahren beantragten Health Claims wurde von der EU-Kommission am 16. Mai 2012 in Form der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zugelassen. Diese Verordnung gilt seit dem 14. Dezember 2012 und umfasst 222 zugelassene Health Claims.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 07/2013.

Seit dem 1. Juni 2013 gilt die EU-Liste der zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe, und frühere EU-Richtlinien werden durch eine einzige Verordnung ersetzt. Die EU-Liste – der Unternehmer der Lebensmittelbranche entnehmen können, welche Zusatzstoffe in welchen Mengen und zu welchen Zwecken in Lebensmitteln verwendet werden dürfen – ist auch das Ergebnis von fünf Jahren wissenschaftlicher Beratung der EFSA, infolge derer einige Zusatzstoffe vom Markt genommen bzw. einige Verwendungszwecke verboten wurden. Die neue EU-Liste stärkt den Verbraucherschutz und sorgt für mehr Klarheit für Lebensmittelunternehmer.

Die EU-Kommission hat unter diesem Link eine Datenbank der Zusatzstoffe etabliert.

Plädoyer für einen Paradigmenwechsel

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 06/13.

Hintergrund ist eine Studie zur Frage der "Phthalat-Belastung der Bevölkerung in Deutschland: Expositionsrelevante Quellen, Aufnahmepfade und Toxikokinetik am Beispiel von DEHP und DINP", welche vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen des Umweltforschungsplanes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchgeführt wurde. Ziel war, die Exposition der Bevölkerung gegenüber DEHP zu schätzen und die Aufnahmepfade zu bestimmen.

Dazu wurden Daten der vergangenen 20 Jahre zum Verzehrsverhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland sowie die verschiedenen Aufnahmepfade über 37 Lebensmittelgruppen, Spielzeug, Verbraucherprodukte aus Kunststoffen wie Schuhe, Kosmetika, Textilien, Hausstaub und die Innenraumluft von Autos berücksichtigt. Laut BfR und UBA können erstmals verlässliche Aussagen zur Gesamtbelastung der Bevölkerung in Deutschland mit DEHP und zu den Aufnahmepfaden getroffen werden.

Welchen Beitrag die verschiedenen Aufnahmepfade dabei spielen, könne durch die Studie des BfR nun wesentlich besser erklärt werden. 

Die Studie ist unter diesem Link abrufbar

Die Europäische Kommission veröffentlicht eine Leitlinie zur Aufstellung von Toleranzen bei Schwankungen von Nährwertgehalten, die im Rahmen der Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln ausgewiesen sind.

Zweck dieses Dokumentes ist es, den Überwachsungsbehörden, so wie auch Lebensmittelherstellern Anhaltspunkte zu liefern, in welchem Maße Schwankungen zwischen den in der Nährwertkennzeichnung deklarierten Werten und den tatsächlich enthaltenen Nährstoffgehalten akzeptabel sind.

Diese Leitlinie ist nicht nur im Rahmen der Lebensmittelinformationsverordnung (EU) Nr. 1169/2011 hilfreich, sondern auch sowohl für die Nährwertkennzeichnungen von Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln, als auch für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben.

Es wird empfohlen, dass in einer knapp zweijährigen Übergangsphase mit der Anwendung dieser neuen Ansätze begonnen wird und gegebenenfalls auch eine Anpassung bereits bestehender Ansätze für Toleranzen erfolgt.

Guidance zum Download

Übersichtstabelle zum Download