scientific consulting  accompanied by  legal advice

meyer.science specializes in consulting national and international enterprises in the food, cosmetics and pharmaceutical industries on scientific matters. Our services include advice in the fields of food contact materials and other consumer products such as toys and textiles.

Our clients benefit from the interdisciplinary approach taken by meyer.science; close cooperation with the law firm meyer.rechtsanwälte enables our clients to obtain both scientific and legal advice from one single source.

Close cooperation with an extended network of European and international experts also enables us to take into account the particularities of the relevant markets, completing our consulting profile.

In addition, we gain valuable experience through our involvement in numerous professional associations, through publications in specialist journals and by organizing conferences and seminars. The contacts we establish with the authorities and with associations at such events also benefit our clients.

Dr. Uta Verbeek


 

Streichung von Substanzen aus diversen BfR-Empfehlungen

Zur Berücksichtigung der Festlegungen in der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten werden in den BfR-Empfehlungen zu Materialien für den Lebensmittelkontakt zahlreiche Streichungen von Substanzen vorgenommen.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 01/15.

In Vorbereitung der Erstellung eines delegierten Rechtsaktes - bis zum 20. Juli 2015 - für “Tagesrationen für eine gewichtskontrollierende Ernährung“ gemäß der Verordnung (EU) Nr. 609/2013 beauftragte die EU Kommission die EFSA mit einer Überprüfung der verfügbaren Datenlage zu diesen Produkten, um auf Basis dessen die naturwissenschaftliche Basis für die essentiellen Anforderungen an deren Zusammensetzung zu liefern.

Bei Tagesrationen für eine gewichtskontrollierende Ernährung (so genannte Erzeugnisse, die für eine kalorienarme Ernährung bestimmt sind - `low calorie diets´ (LCD) – und Erzeugnisse, die für eine sehr kalorienarme Ernährung bestimmt sind - `very low calorie diets´ (VLCD)) handelt es sich um speziell formulierte Produkte, welche die gesamte tägliche Nahrungsaufnahme ersetzen sollen. Kalorienreduzierte Produkte zur Gewichtsabnahme sollten einen Mindestbrennwert von 600 Kilokalorien (kcal) pro Tag nicht unterschreiten, so der Vorschlag der EFSA. Das Gutachten berät zu möglichen Bedingungen und Einschränkungen der Verwendung solcher Produkte.

Seit 13. Dezember 2014 gilt die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV; Verordnung (EU) Nr. 1169/2011) europaweit. Die LMIV stellt lebensmittelbezogene Informationen auf eine neue, EU-weit einheitliche rechtliche Basis. Das neue Kennzeichnungsrecht gibt unter anderem Vorgaben zur besseren Lesbarkeit der Angaben, einer klareren Kennzeichnung von Lebensmittel-Imitaten, der Allergenkennzeichnung sowie der einheitliche Angabe von Nährwerten für vorverpackte Lebensmittel.

Neue Leitlinien für die statistische Berichterstattung sollen die Verwertbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse der EFSA erhöhen, indem sie dazu beitragen, statistische Auswertungen in den wissenschaftlichen Bewertungen der EFSA verständlicher und nachvollziehbarer bzw. leichter wiederholbar zu machen. Dank einer Checkliste, in der die Anforderungen an die Berichterstattung Schritt für Schritt dargelegt sind, hilft das Dokument den Verfassern von Studien, auf standardisierte und harmonisierte Weise zu erklären, „was getan wurde und wie“.

Nach der Veröffentlichung wird es möglich sein, die Leitlinien im Rahmen der statistischen Berichterstattung in wissenschaftlichen Arbeiten anzuwenden, die von der EFSA bzw. in deren Auftrag erstellt werden, sowie in Studien, welche bei der Behörde einzureichen sind. Hierzu zählen etwa Studien, die als Teil der Antragsunterlagen zur Bewertung von regulierten Produkten, wie Lebens- und Futtermittelzusatzstoffen, Pestiziden oder gesundheitsbezogenen Angaben, vorgelegt werden.

Die öffentliche Konsultation zu dem ersten Entwurf der EFSA zu Allergenen in Lebensmitteln endete am 08. August 2014. Es wurden zahlreiche Kommentare eingereicht, die die EFSA in einem Bericht veröffentlichte.

Daraufhin finalisierte die EFSA nun ihre Aktualisierung der wissenschaftlichen Beratung zu Lebensmittelallergenen. Das Wissenschaftliche Gutachten der Behörde beschäftigt sich ausführlich mit sämtlichen allergenen Erzeugnissen und Stoffen, deren Vorkommen in Lebensmitteln nach EU-Recht bei der Etikettierung anzugeben ist. Dazu zählen glutenhaltiges Getreide, Milch, Eier, Nüsse, Erdnüsse, Sojabohnen, Fisch, Krebstiere, Sellerie, Lupine, Sesam, Senf und Sulfite.

Die öffentliche Konsulation zu dem ersten Entwurf der EFSA zu den Nährstoffaufnahme-Referenzwerten (Dietary Reference Values – DRV) von Folsäure endete am 14.September 2014. Es wurden zahlreiche Kommentare eingereicht, die die EFSA in einem Bericht veröffentlichte.

Nun veröffentlichte die EFSA ihre finale Stellungnahme zu den DRVs für Folsäure. Die Datenlage zu Folsäure reichte jedoch nicht aus um DRVs abzuleiten.

Für Erwachsene wurde ein durchschnittlicher Nährstoffbedarf (Average Requirement, AR) von 250 µg Folatäquivalenten/Tag und eine Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intake, PRI) von 330 µg Folatäquivalenten/Tag abgeleitet. Für Säuglinge im Alter von 7-11 Monaten leitete die EFSA eine angemessene Aufnahmemenge (Adequate Intake – AI) von 80 µg Folatäquivalenten/Tag ab. Darüberhinaus wurden für Kinder PRIs im Bereich von 120 µg Folatäquivalenten/Tag für 1-3 jährige Kinder bis 330 µg Folatäquivalenten/Tag für 15–17 jährige Jugendliche abgeleitet. Für Schwangere wurde ein AI von 600 µg Folatäquivalenten/Tag etabliert. Für Stillende wird eine zusätzliche Aufnahme von 130 µg Folatäquivalenten/Tag empfohlen, um dem Verlust von Folsäure über die Muttermilch Rechnung zu tragen; somit ergibt sich ein PRI von 500 µg Folatäquivalenten/Tag.

 

Die EFSA hat zwei beantragte Art. 14 Abs. 1 (b) healths claims betreffend die Entwicklung und Gesundheit von Kindern positiv bewertet.

Der erste health claim bezieht sich auf den Beitrag von Zink zum normalen Wachstum und der zweite health claim auf den Beitrag von Selen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Zielgruppe beider health claims sind Säuglinge und Kleinkinder von Geburt an bis zu einem Alter von 3 Jahren.

Der Wortlaut der positiv bewerteten health claims wird in den jeweiligen Stellungnahmen der EFSA folgendermaßen ausgedrückt:

 

Die EFSA bittet um Stellungnahme zu ihrem Entwurf eines wissenschaftlichen Gutachtens über Nährstoffaufnahme-Referenzwerte (Dietary Reference Values – DRV) für Vitamin A. Als durchschnittlicher Nährstoffbedarf (Average Requirement, AR) wurde für Männer ein Wert von 570 μg RE/Tag und für Frauen ein Wert von 490 μg RE/Tag abgeleitet. Unter Annahme eines Variationskoeffizienten (coefficient of variation, CV) von 15 % ergeben sich als Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intake, PRI) Werte von 750 μg RE/Tag für Männer und 650 μg RE/Tag für Frauen.

Für Säuglinge, Kinder und Jugendliche wurden ARs im Bereich von 190 μg RE/Tag für Säuglinge im Alter von 7–11 Monaten bis 580 μg RE/Tag für männliche Jugendliche abgeleitet. PRIs für Säuglinge, Kinder und Jugendliche wurden ebenfalls unter Anwendung eines CV von 15 % auf Werte zwischen 250 und 750 μg RE/Tag festgesetzt. Für Schwangere und Stillende ist eine zusätzliche Erfordernis an Vitamin A aufgrund der Akkumulation von Retinol in fetalem und mütterlichem Gewebe und des Übergangs von Retinol in die Muttermilch zu berücksichtigen, was zu PRIs von 700 bzw. 1.350 μg RE/Tag führt.

Interessierte Kreise können ihre schriftlichen Kommentare noch bis zum 7. Januar 2015 einreichen.