scientific consulting  accompanied by  legal advice

meyer.science ist spezialisiert auf die natur­wissenschaft­liche Be­ratung von natio­nalen und inter­natio­nalen Firmen der Lebens­mittel‑, Kosmetik- und Pharma­branche. Darüber hinaus erstreckt sich unsere Be­ratung auf die Ge­biete der Lebens­mittel­kontakt­materialien und sonstiger Verbraucher­produkte wie Spiel­zeug und Text­ilien.

Dabei pro­fitieren unsere Kunden von der Um­setzung eines inter­disziplinären An­satzes; die enge Zusammen­arbeit mit unserem Ko­operations­partner meyer.rechtsanwälte er­möglicht unseren Kunden eine natur­wissen­schaftliche und recht­liche Be­ratung aus einer Hand.

Die enge Zu­sammen­arbeit mit einem aus­ge­dehnten Netz­werk euro­päischer und weiterer inter­nationaler Ex­perten, welches es uns er­möglicht, die Be­sonder­heiten der je­weiligen Märkte in unsere Be­ratung mit ein­zu­be­ziehen, rundet unser Con­sulting Angebot ab.

Wert­volle Erfahrungen gewinnen wir schließ­lich durch unser zu­sätzliches Eng­agement in zahl­reichen Ver­eini­gungen, unsere Pub­lika­tionen in ein­schläg­igen Fach­medien und die Organ­isation von Konf­erenzen und Seminaren. Die da­durch erschlos­senen Kontakte zu Be­hörden und Ver­bänden kommen auch unseren Kunden zu­gute. 

Dr. Uta Verbeek
Geschäftsführerin


Aktuelle Informationen

meyer.science attended the international symposium on metals and alloys in contact with food jointly organized by the European Directorate for the Quality of Medicines and HealthCare (EDQM) and the Slovenian health authorities on 6/7 November 2014 in Ljubljana.

The aim of the symposium was to understand European regulations and recommendations that apply to food packaging and utensils on the market and to exchange best practices related to product safety and testing for compliance. This symposium was also an opportunity to learn about the work of the EDQM and its publications including the first edition of the Practical Guide for manufacturers and regulators’, which is dedicated to metals and alloys used in food contact materials.

Die EFSA hat eine Stellungnahme zu Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr für Chrom veröffentlicht. In dieser Stellungnahme kommt die EFSA zu dem Schluss, dass für Chrom eine Ableitung einer durchschnittlichen Bedarfsmenge (Average Requirement, AR) sowie eines Bevölkerungsreferenzwertes (Population Reference Intake, PRI) für die Funktionsfähigkeit physiologischer Funktionen nicht möglich ist. Darüber hinaus beschäftigte sich die EFSA mit gesundheitlichen Wirkungen, die mit der Aufnahme von Chrom verbunden werden und kam zu dem Schluss, dass es keine Beweise für positive Effekte für die gesunde Bevölkerung gibt, die mit einer Chromaufnahme verbunden werden können. Des Weiteren sah die EFSA auch die Festlegung einer angemessenen täglichen Aufnahmemenge (Adequate Intake, AI) für Chrom als nicht passend an. 

In Anbetracht dieser Bewertung zu mangelnden Beweisen eines positiven gesundheitlichen Effektes von Chrom bleibt zu beobachten, ob dies eventuell Auswirkungen auf die bereits für Chrom zugelassenen health claims hat.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie unter diesem Link.

Neue Ernährungsstudie zur Erfassung des Lebensmittelverzehrs bei Kindern

Im März hat das Bundesinstitut für Risikobewertung in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut (RKI) mit ersten Vortests für die neue Ernährungsstudie KiESEL (Kinder-Ernährungsstudie zur Erfassung des Lebensmittelverzehrs) begonnen. Mithilfe dieser neuen Studiendaten sollen die derzeit aus der VELS-Studie vorliegenden aktualisiert und erweitert werden.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 09/14.

Welche Lactose-Höchstgehalte sind für allgemeine Lebensmittel einzuhalten?

Zahlreiche „lactosefreie“ Lebensmittel sind inzwischen für Verbraucher erhältlich. Bislang gibt es allerdings keine gesetzlich festgelegten europäischen Grenzwerte bezüglich der Deklaration von allgemeinen Lebensmitteln als „lactosefrei“.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 07/14.

Einige Vertreter der Substanzgruppe der primären aromatischen Amine (paA) sind krebserzeugend. PaA können z.B. als Verunreinigung in Farbpigmenten vorkommen. In bunt bedruckten Papierservietten und Bäckertüten und auch anderen bedruckten Lebensmittelbedarfsgegenständen können sie ein Gesundheitsrisiko darstellen, wenn sie auf Lebensmittel übergehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat bewertet, ob die derzeit geltenden Grenzwerte für den Übergang dieser Substanzen auf Lebensmittel einen ausreichenden Schutz bieten.

Auf Grundlage seiner Modellrechnungen kommt das BfR zu dem Schluss, dass der Grenzwert für den Übergang von paA (in der Summe nicht nachweisbar bei einer Nachweisgrenze von 0,01 Milligramm (mg) je Kilogramm (kg) Lebensmittel oder Lebensmittelsimulanz) für die als krebserzeugend eingestuften paA überprüft werden sollte. Verbraucher sollten so wenig wie möglich in Kontakt mit diesen Substanzen kommen. Aus Sicht des BfR sollte für diese paA das ALARA-Prinzip gelten, d.h. ihr Vorkommen in Materialien in Kontakt mit Lebensmitteln sollte so gering sein wie es technisch möglich ist. Ihr Übergang auf Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanzien sollte bei einer analytischen Nachweisgrenze von 0,002 Milligramm (mg) je Kilogramm (kg) Lebensmittel oder Lebensmittelsimulanz nicht nachweisbar sein. Das BfR empfiehlt, nur Farbpigmente zu verwenden, die keine krebserzeugende aromatische Aminkomponente enthalten.

Stellungnahme Nr. 021/2014 des BfR vom 24. Juli 2013

Jod zählt zu den essenziellen Spurenelementen und ist zur Regulation wichtiger Stoffwechselvorgänge notwendig. Jodmangel kann in schweren Fällen zu Fehlgeburten, Fehlbildungen sowie zu Störungen von Wachstum, Knochenreifung und Gehirnentwicklung des ungeborenen Kindes führen. Auch während der Stillzeit sollte die Mutter auf eine ausreichende Jodzufuhr achten, da sowohl der Jodbedarf der Frau als auch der des Kindes sichergestellt werden muss.

Das BfR empfiehlt, für eine nachhaltige Jodversorgung regelmäßig Seefisch und Milchprodukte zu verzehren, ausschließlich Jodsalz zu verwenden und bevorzugt Brot und Fleischwaren zu konsumieren, die mit Jodsalz hergestellt wurden. Die dadurch mögliche Jodaufnahme reicht jedoch meist nicht, um den in Schwangerschaft und Stillzeit erhöhten Bedarf zu decken. Daher sollten schwangere und stillende Frauen zusätzlich zu einer jodhaltigen Ernährung und nach Rücksprache mit ihrem Arzt täglich 100 bis 150 μg Jod in Form von Jodtabletten zu sich nehmen.

Folat zählt zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und ist für alle Zellteilungs- und Wachstumsprozesse notwendig. Folate kommen natürlicherweise in Lebensmitteln vor; mit Folsäure wird dagegen die synthetische Form in Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln bezeichnet. Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten - auch bei folatreicher Ernährung - spätestens vier Wochen vor einer Schwangerschaft und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels 400 μg Folsäure pro Tag in Tablettenform einnehmen. Dadurch kann das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Kind reduziert werden. Informationen dazu und die Empfehlung zur Einnahme gehören zur ärztlichen Beratung vor und während der Schwangerschaft.

Ausreichend Jod und Folsäure sind wichtig für schwangere und stillende Frauen

Die EFSA startete eine öffentliche Konsultation zu einen Diskussionspapier zur Überarbeitung der Leitlinien zu den wissenschaftlichen Anforderungen für gesundheitsbezogene Angaben hinsichtlich Darm- und Immunfunktion („gut and immune function“). Kommentare können bis zum 10. September abgegeben werden.

Discussion paper on the revision of the guidance on the scientific requirements for health claims related to gut and immune function (EFSA)

Eine gesundheitliche Risikobewertung von Nanomaterialien ist derzeit kaum möglich bzw. mit sehr großen Unsicherheiten behaftet, da bislang noch wichtige toxikologische Daten zum Verhalten in Gewebe und Zellen fehlen. Das deutsch-französische Forschungsprojekt SolNanoTox untersucht, welche Rolle die Löslichkeit von Nanomaterialien für ihre Anreicherung und toxischen Eigenschaften spielt. Das Projekt läuft dreieinhalb Jahre. Dabei arbeitet das BfR eng mit der französischen Schwesterorganisation des BfR, der ANSES, zusammen. Weitere Partner sind das Institut des Sciences Chimiques de Rennes und die Universität Leipzig. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Französischen Agence Nationale de la Recherche (ANR) finanzieren das Projekt. 

Wie wirken Nanomaterialien in Leber und Darm? (BfR)

 

Vom Gremium für biologische Gefahren (BIOHAZ) der EFSA wurde eine zweite Stellungnahme bezüglich Pathogenen in Nahrungsmitteln nichttierischen Ursprungs publiziert, die sich mit dem Auftreten von Salmonellen und Noroviren in Beeren beschäftigt. Ob der Ursprung der immer wieder auftretenden Kontamination von Beeren mit Salmonellen bzw. Noroviren in der Primärproduktion oder minimalen Verarbeitungsschritten liegt, konnte nicht eindeutig geklärt werden. Da es in der EU bislang kaum Kontrollsysteme diesbezüglich gibt, sollten laut EFSA eine gute Herstellungspraxis (GMP), eine gute landwirtschaftliche Praxis (GAP) und eine gute Hygienepraxis (GHP) vorrangiges Ziel sein. Momentan stehen nicht genügend Beweise zur Verfügung, um das Festlegen mikrobiologischer Kriterien für Salmonellen zu rechtfertigen. Das Gremium kommt zu dem Schluss, dass das Sammeln aussagekräftiger Daten und eine anschließende risikobasierte Erarbeitung mikrobiologischer Kriterien zur besseren Kontrolle von Noroviren in gefrorenen Himbeeren Vorrang hat.

Scientific Opinion on the risk posed by pathogens in food of non-animal origin. Part 2 (Salmonella and Norovirus in berries) 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die wichtigsten Fragen und Antworten zu möglichen gesundheitlichen Risiken durch Hormone in Fleisch und Milch sowie zur Infektion mit Brucellen über Lebensmittel zusammengefasst.

Fragen und Antworten zu Hormonen in Fleisch und Milch (BfR)

Fragen und Antworten zur Infektion mit Brucellen über Lebensmittel (BfR)

Das BfR hat bewertet, ob die Bioverfügbarkeitswerte der alten oder neuen Spielzeugrichtlinie ein höheres Schutzniveau bieten. Dazu hat das BfR verglichen, ob die in der neuen Spielzeugrichtlinie RL 2009/48/EG estgelegten Migrationsgrenzwerte höhere Bioverfügbarkeiten erlauben als die alte Spielzeugrichtlinie 88/378/EWG.

In der deutschen Verordnung über die Sicherheit von Spielzeug (2.GPSGV), die die nationalen Umsetzung der neuen Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG ist, wurden die Bioverfügbarkeitsgrenzwerte für die Metalle Antimon, Arsen, Barium, Blei und Quecksilber der alten Spielzeugrichtlinie 88/378/EWG beibehalten, da sie ein höheres Schutzniveau bieten.

Die alte Spielzeugrichtlinie stützt sich bei der Ableitung der Bioverfügbarkeitswerte auf Humandaten, nämlich die Metallaufnahme aus der Nahrung. Die neue Spielzeugrichtlinie stützt sich dagegen auf Daten aus Tierstudien, mit denen die duldbare tägliche Dosis (TDI) abgeleitet wird. Des Weiteren hat das BfR den Unterschied im Schutzniveau berechnet, der sich durch die Anwendung der verschiedenen Bioverfügbarkeitswerte der alten und neuen Spielzeugrichtlinie ergibt.

Hintergrundinformation Nr. 018/2014 des BfR vom 23. Mai 2014

Die EFSA bittet um Stellungnahmen zu ihrem Entwurf eines wissenschaftlichen Gutachtens über Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Values – DRV) für Chrom. In ihrer Stellungnahme kommt die EFSA zu dem Schluss, dass eine Ableitung des durchschnittlichen Nährstoffbedarfes (Average Requirement – AR) und der Referenzaufnahmemengen für die Bevölkerung (Population Reference Intake – PRI) für Chrom nicht möglich sei. Da keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen der Chromaufnahme und positiven Gesundheitseffekten vorliegen, konnte von der EFSA auch keine angemessene Aufnahmemenge (Adequate Intake – AI) für Chrom festgelegt werden. Die Frist zur Einreichung von schriftlichen Kommentaren endet am 3. August 2014.

Public consultation on a draft Scientific Opinion on Dietary Reference Values for zinc (EFSA)

Im Rahmen der toxikologischen Prüfungen von Pflanzenschutzmitteln, Bioziden und Chemikalien werden diese unter anderem hinsichtlich möglicher schädlicher Auswirkungen auf die Fortpflanzung und Entwicklung von Mensch und Tier bewertet. Dazu ist eine objektive und transparente wissenschaftliche Beurteilung von Anomalien der Nachkommen aus den tierexperimentellen Studien nötig. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat vom 14. bis 16. Mai 2014 ein internationales Symposium zur Entwicklungstoxizität ausgerichtet, um die Terminologie bei der Bewertung embryo- /fetotoxischer Befunde international zu harmonisieren und damit die gesundheitliche Bewertung von Pflanzenschutzmitteln, Bioziden und Chemikalien zu verbessern. Unter den mehr als 70 Teilnehmenden waren Expertinnen und Experten aus insgesamt 14 Ländern einschließlich Vertreterinnen und Vertretern der teratologischen Gesellschaften aus Japan, USA und Europa.

Mitteilung Nr. 016/2014 des BfR vom 5. Juni 2014