scientific consulting  accompanied by  legal advice

meyer.science ist spezialisiert auf die natur­wissenschaft­liche Be­ratung von natio­nalen und inter­natio­nalen Firmen der Lebens­mittel‑, Kosmetik- und Pharma­branche. Darüber hinaus erstreckt sich unsere Be­ratung auf die Ge­biete der Lebens­mittel­kontakt­materialien und sonstiger Verbraucher­produkte wie Spiel­zeug und Text­ilien.

Dabei pro­fitieren unsere Kunden von der Um­setzung eines inter­disziplinären An­satzes; die enge Zusammen­arbeit mit unserem Ko­operations­partner meyer.rechtsanwälte er­möglicht unseren Kunden eine natur­wissen­schaftliche und recht­liche Be­ratung aus einer Hand.

Die enge Zu­sammen­arbeit mit einem aus­ge­dehnten Netz­werk euro­päischer und weiterer inter­nationaler Ex­perten, welches es uns er­möglicht, die Be­sonder­heiten der je­weiligen Märkte in unsere Be­ratung mit ein­zu­be­ziehen, rundet unser Con­sulting Angebot ab.

Wert­volle Erfahrungen gewinnen wir schließ­lich durch unser zu­sätzliches Eng­agement in zahl­reichen Ver­eini­gungen, unsere Pub­lika­tionen in ein­schläg­igen Fach­medien und die Organ­isation von Konf­erenzen und Seminaren. Die da­durch erschlos­senen Kontakte zu Be­hörden und Ver­bänden kommen auch unseren Kunden zu­gute. 

Dr. Uta Verbeek
Geschäftsführerin


Aktuelle Informationen

Die öffentliche Konsultation zu dem ersten Entwurf der EFSA zu Allergenen in Lebensmitteln endete am 08. August 2014. Es wurden zahlreiche Kommentare eingereicht, die die EFSA in einem Bericht veröffentlichte.

Daraufhin finalisierte die EFSA nun ihre Aktualisierung der wissenschaftlichen Beratung zu Lebensmittelallergenen. Das Wissenschaftliche Gutachten der Behörde beschäftigt sich ausführlich mit sämtlichen allergenen Erzeugnissen und Stoffen, deren Vorkommen in Lebensmitteln nach EU-Recht bei der Etikettierung anzugeben ist. Dazu zählen glutenhaltiges Getreide, Milch, Eier, Nüsse, Erdnüsse, Sojabohnen, Fisch, Krebstiere, Sellerie, Lupine, Sesam, Senf und Sulfite.

Die öffentliche Konsulation zu dem ersten Entwurf der EFSA zu den Nährstoffaufnahme-Referenzwerten (Dietary Reference Values – DRV) von Folsäure endete am 14.September 2014. Es wurden zahlreiche Kommentare eingereicht, die die EFSA in einem Bericht veröffentlichte.

Nun veröffentlichte die EFSA ihre finale Stellungnahme zu den DRVs für Folsäure. Die Datenlage zu Folsäure reichte jedoch nicht aus um DRVs abzuleiten.

Für Erwachsene wurde ein durchschnittlicher Nährstoffbedarf (Average Requirement, AR) von 250 µg Folatäquivalenten/Tag und eine Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intake, PRI) von 330 µg Folatäquivalenten/Tag abgeleitet. Für Säuglinge im Alter von 7-11 Monaten leitete die EFSA eine angemessene Aufnahmemenge (Adequate Intake – AI) von 80 µg Folatäquivalenten/Tag ab. Darüberhinaus wurden für Kinder PRIs im Bereich von 120 µg Folatäquivalenten/Tag für 1-3 jährige Kinder bis 330 µg Folatäquivalenten/Tag für 15–17 jährige Jugendliche abgeleitet. Für Schwangere wurde ein AI von 600 µg Folatäquivalenten/Tag etabliert. Für Stillende wird eine zusätzliche Aufnahme von 130 µg Folatäquivalenten/Tag empfohlen, um dem Verlust von Folsäure über die Muttermilch Rechnung zu tragen; somit ergibt sich ein PRI von 500 µg Folatäquivalenten/Tag.

 

Die EFSA hat zwei beantragte Art. 14 Abs. 1 (b) healths claims betreffend die Entwicklung und Gesundheit von Kindern positiv bewertet.

Der erste health claim bezieht sich auf den Beitrag von Zink zum normalen Wachstum und der zweite health claim auf den Beitrag von Selen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Zielgruppe beider health claims sind Säuglinge und Kleinkinder von Geburt an bis zu einem Alter von 3 Jahren.

Der Wortlaut der positiv bewerteten health claims wird in den jeweiligen Stellungnahmen der EFSA folgendermaßen ausgedrückt:

 

Die EFSA bittet um Stellungnahme zu ihrem Entwurf eines wissenschaftlichen Gutachtens über Nährstoffaufnahme-Referenzwerte (Dietary Reference Values – DRV) für Vitamin A. Als durchschnittlicher Nährstoffbedarf (Average Requirement, AR) wurde für Männer ein Wert von 570 μg RE/Tag und für Frauen ein Wert von 490 μg RE/Tag abgeleitet. Unter Annahme eines Variationskoeffizienten (coefficient of variation, CV) von 15 % ergeben sich als Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intake, PRI) Werte von 750 μg RE/Tag für Männer und 650 μg RE/Tag für Frauen.

Für Säuglinge, Kinder und Jugendliche wurden ARs im Bereich von 190 μg RE/Tag für Säuglinge im Alter von 7–11 Monaten bis 580 μg RE/Tag für männliche Jugendliche abgeleitet. PRIs für Säuglinge, Kinder und Jugendliche wurden ebenfalls unter Anwendung eines CV von 15 % auf Werte zwischen 250 und 750 μg RE/Tag festgesetzt. Für Schwangere und Stillende ist eine zusätzliche Erfordernis an Vitamin A aufgrund der Akkumulation von Retinol in fetalem und mütterlichem Gewebe und des Übergangs von Retinol in die Muttermilch zu berücksichtigen, was zu PRIs von 700 bzw. 1.350 μg RE/Tag führt.

Interessierte Kreise können ihre schriftlichen Kommentare noch bis zum 7. Januar 2015 einreichen.

Vom 12. bis 14. November kommen wissenschaftliche Sachverständige aus den Mitgliedstaaten in Parma zur ersten Sitzung des EFSA-Netzwerks für Lebensmittelzutaten und -verpackungen zusammen. Die Sachverständigen treffen sich, um aktuelle Aktivitäten, Ansätze und Herausforderungen im Bereich der Risikobewertung von nicht aus Kunststoff bestehenden Lebensmittelkontaktmaterialien zu diskutieren.

Die Regulierung von Lebensmittelkontaktmaterialien, die aus Kunststoff, Recycling-Kunststoffen oder bestimmten Keramiken hergestellt werden, wird derzeit in der Europäischen Union harmonisiert. Eine Vielzahl von Lebensmittelkontaktmaterialien, die nicht aus Kunststoff bestehen, wird jedoch nicht auf EU-Ebene geregelt. Zu diesen Materialien zählen etwa Beschichtungen, Papier und Pappe, Klebstoffe, Druckfarben und Gummi. Sie finden beispielsweise in Lebensmittelverpackungen und -behältern sowie in Küchenutensilien Verwendung.

Die Tagesordnung der Sitzung umfasst laufende Aktivitäten auf europäischer Ebene sowie auf nationaler Ebene verfolgte Ansätze zur Risikobewertung von nicht aus Kunststoff bestehenden Lebensmittelkontaktmaterialien, darunter Beschichtungen, Druckfarben, Papier und Pappe sowie einige Metalle. Auf dem Programm stehen auch Diskussionen über zukünftige Herausforderungen, die in diesem Bereich voraussichtlich auf die Mitgliedstaaten zukommen werden, sowie die Ermittlung gemeinsamer Interessen, möglicher Bereiche der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und Prioritäten für die künftige Arbeit.

Die wissenschaftlichen EFSA-Netzwerke nationaler Sachverständiger stärken die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen des Aufgabengebiets der Behörde. Sie bieten eine Plattform für Diskussion und Beratung zu Risikobewertungsaktivitäten und -ansätzen, die für die EFSA und die Mitgliedstaaten von gegenseitigem Interesse sind.

Mit der Verordnung (EU) Nr. 1119/2014 vom 16.10.2014 wurden für die quaternären Ammoniumverbindungen (QAV) Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) und Benzalkoniumchlorid  (BAC) neue Rückstandshöchstgehalte von je 0,1 mg/kg für alle Warenarten gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 aufgenommen. Die Verordnung gilt ab dem 12.11.2014 unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Die Guidelines des Standing Committee on the Food Chain and Animal Health (SCoFCAH) vom 13.07.2012 und 25.07.2012 (beide modifiziert am 05.12.2012), die für DDAC und BAC Schwellenwerte für die Verkehrsfähigkeit in Höhe von 0,5 mg/kg festlegten, werden durch das aktualisierte Statement des SCoFCAH vom 12./13.06.2014 zum 12.08.2015 aufgehoben.

Das heißt es gibt eine Übergangsfrist von 9 Monaten für die Umstellung des Grenzwertes von 0,5 mg/kg auf 0,1 mg/kg. Sie gelten danach zudem weiterhin für Erzeugnisse, die vor dem 12.08.2015 hergestellt werden und die Schwellenwerte des SCoFCAH aus dem Jahre 2012 einhalten. Wie die VO 1119/2014 und das neue Statement des SCoFCAH ausführen, sind die spezifischen Rückstandshöchstgehalte von je 0,1 mg/kg für DDAC und BAC zunächst auf ca. 5 Jahre befristet und sollen bis dahin überprüft werden.

meyer.science attended the international symposium on metals and alloys in contact with food jointly organized by the European Directorate for the Quality of Medicines and HealthCare (EDQM) and the Slovenian health authorities on 6/7 November 2014 in Ljubljana.

The aim of the symposium was to understand European regulations and recommendations that apply to food packaging and utensils on the market and to exchange best practices related to product safety and testing for compliance. This symposium was also an opportunity to learn about the work of the EDQM and its publications including the first edition of the Practical Guide for manufacturers and regulators’, which is dedicated to metals and alloys used in food contact materials.

Die EFSA hat eine Stellungnahme zu Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr für Chrom veröffentlicht. In dieser Stellungnahme kommt die EFSA zu dem Schluss, dass für Chrom eine Ableitung einer durchschnittlichen Bedarfsmenge (Average Requirement, AR) sowie eines Bevölkerungsreferenzwertes (Population Reference Intake, PRI) für die Funktionsfähigkeit physiologischer Funktionen nicht möglich ist. Darüber hinaus beschäftigte sich die EFSA mit gesundheitlichen Wirkungen, die mit der Aufnahme von Chrom verbunden werden und kam zu dem Schluss, dass es keine Beweise für positive Effekte für die gesunde Bevölkerung gibt, die mit einer Chromaufnahme verbunden werden können. Des Weiteren sah die EFSA auch die Festlegung einer angemessenen täglichen Aufnahmemenge (Adequate Intake, AI) für Chrom als nicht passend an. 

In Anbetracht dieser Bewertung zu mangelnden Beweisen eines positiven gesundheitlichen Effektes von Chrom bleibt zu beobachten, ob dies eventuell Auswirkungen auf die bereits für Chrom zugelassenen health claims hat.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie unter diesem Link.

Neue Ernährungsstudie zur Erfassung des Lebensmittelverzehrs bei Kindern

Im März hat das Bundesinstitut für Risikobewertung in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut (RKI) mit ersten Vortests für die neue Ernährungsstudie KiESEL (Kinder-Ernährungsstudie zur Erfassung des Lebensmittelverzehrs) begonnen. Mithilfe dieser neuen Studiendaten sollen die derzeit aus der VELS-Studie vorliegenden aktualisiert und erweitert werden.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 09/14.

Welche Lactose-Höchstgehalte sind für allgemeine Lebensmittel einzuhalten?

Zahlreiche „lactosefreie“ Lebensmittel sind inzwischen für Verbraucher erhältlich. Bislang gibt es allerdings keine gesetzlich festgelegten europäischen Grenzwerte bezüglich der Deklaration von allgemeinen Lebensmitteln als „lactosefrei“.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 07/14.

Einige Vertreter der Substanzgruppe der primären aromatischen Amine (paA) sind krebserzeugend. PaA können z.B. als Verunreinigung in Farbpigmenten vorkommen. In bunt bedruckten Papierservietten und Bäckertüten und auch anderen bedruckten Lebensmittelbedarfsgegenständen können sie ein Gesundheitsrisiko darstellen, wenn sie auf Lebensmittel übergehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat bewertet, ob die derzeit geltenden Grenzwerte für den Übergang dieser Substanzen auf Lebensmittel einen ausreichenden Schutz bieten.

Auf Grundlage seiner Modellrechnungen kommt das BfR zu dem Schluss, dass der Grenzwert für den Übergang von paA (in der Summe nicht nachweisbar bei einer Nachweisgrenze von 0,01 Milligramm (mg) je Kilogramm (kg) Lebensmittel oder Lebensmittelsimulanz) für die als krebserzeugend eingestuften paA überprüft werden sollte. Verbraucher sollten so wenig wie möglich in Kontakt mit diesen Substanzen kommen. Aus Sicht des BfR sollte für diese paA das ALARA-Prinzip gelten, d.h. ihr Vorkommen in Materialien in Kontakt mit Lebensmitteln sollte so gering sein wie es technisch möglich ist. Ihr Übergang auf Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanzien sollte bei einer analytischen Nachweisgrenze von 0,002 Milligramm (mg) je Kilogramm (kg) Lebensmittel oder Lebensmittelsimulanz nicht nachweisbar sein. Das BfR empfiehlt, nur Farbpigmente zu verwenden, die keine krebserzeugende aromatische Aminkomponente enthalten.

Stellungnahme Nr. 021/2014 des BfR vom 24. Juli 2013

Jod zählt zu den essenziellen Spurenelementen und ist zur Regulation wichtiger Stoffwechselvorgänge notwendig. Jodmangel kann in schweren Fällen zu Fehlgeburten, Fehlbildungen sowie zu Störungen von Wachstum, Knochenreifung und Gehirnentwicklung des ungeborenen Kindes führen. Auch während der Stillzeit sollte die Mutter auf eine ausreichende Jodzufuhr achten, da sowohl der Jodbedarf der Frau als auch der des Kindes sichergestellt werden muss.

Das BfR empfiehlt, für eine nachhaltige Jodversorgung regelmäßig Seefisch und Milchprodukte zu verzehren, ausschließlich Jodsalz zu verwenden und bevorzugt Brot und Fleischwaren zu konsumieren, die mit Jodsalz hergestellt wurden. Die dadurch mögliche Jodaufnahme reicht jedoch meist nicht, um den in Schwangerschaft und Stillzeit erhöhten Bedarf zu decken. Daher sollten schwangere und stillende Frauen zusätzlich zu einer jodhaltigen Ernährung und nach Rücksprache mit ihrem Arzt täglich 100 bis 150 μg Jod in Form von Jodtabletten zu sich nehmen.

Folat zählt zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und ist für alle Zellteilungs- und Wachstumsprozesse notwendig. Folate kommen natürlicherweise in Lebensmitteln vor; mit Folsäure wird dagegen die synthetische Form in Nahrungsergänzungsmitteln oder angereicherten Lebensmitteln bezeichnet. Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten - auch bei folatreicher Ernährung - spätestens vier Wochen vor einer Schwangerschaft und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels 400 μg Folsäure pro Tag in Tablettenform einnehmen. Dadurch kann das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Kind reduziert werden. Informationen dazu und die Empfehlung zur Einnahme gehören zur ärztlichen Beratung vor und während der Schwangerschaft.

Ausreichend Jod und Folsäure sind wichtig für schwangere und stillende Frauen

Die EFSA startete eine öffentliche Konsultation zu einen Diskussionspapier zur Überarbeitung der Leitlinien zu den wissenschaftlichen Anforderungen für gesundheitsbezogene Angaben hinsichtlich Darm- und Immunfunktion („gut and immune function“). Kommentare können bis zum 10. September abgegeben werden.

Discussion paper on the revision of the guidance on the scientific requirements for health claims related to gut and immune function (EFSA)