scientific consulting   accompanied by  legal advice

meyer.science ist spezialisiert auf die natur­wissenschaft­liche Be­ratung von natio­nalen und inter­natio­nalen Firmen der Lebens­mittel‑, Kosmetik- und Pharma­branche. Darüber hinaus erstreckt sich unsere Be­ratung auf die Ge­biete der Lebens­mittel­kontakt­materialien und sonstiger Verbraucher­produkte wie Spiel­zeug und Text­ilien.

Dabei pro­fitieren unsere Kunden von der Um­setzung eines inter­disziplinären An­satzes; die enge Zusammen­arbeit mit unserem Ko­operations­partner meyer.rechtsanwälte er­möglicht unseren Kunden eine natur­wissen­schaftliche und recht­liche Be­ratung aus einer Hand.

Die enge Zu­sammen­arbeit mit einem aus­ge­dehnten Netz­werk euro­päischer und weiterer inter­nationaler Ex­perten, welches es uns er­möglicht, die Be­sonder­heiten der je­weiligen Märkte in unsere Be­ratung mit ein­zu­be­ziehen, rundet unser Con­sulting Angebot ab.

Wert­volle Erfahrungen gewinnen wir schließ­lich durch unser zu­sätzliches Eng­agement in zahl­reichen Ver­eini­gungen, unsere Pub­lika­tionen in ein­schläg­igen Fach­medien und die Organ­isation von Konf­erenzen und Seminaren. Die da­durch erschlos­senen Kontakte zu Be­hörden und Ver­bänden kommen auch unseren Kunden zu­gute. 

Dr. Uta Verbeek
Geschäftsführerin


Aktuelle Informationen

Die Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit vom Erzeuger bis zum Verbraucher ist eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe. Sie verlangt, dass auf allen Stufen der Versorgungskette strenge Sicherheitsmaßnahmen zur Anwendung kommen. Risikobewertung und Risikomanagement sind zentrale Säulen dieses Prozesses.

Die EFSA ist in Europa die maßgebliche Bewertungsstelle und bewertet Risiken in der Lebensmittelkette. Zu den Risikomanagern zählen die Europäische Kommission, Behörden in den Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament. Ihnen obliegen die Politikgestaltung, die Produktzulassung und die Gesetzgebung im Lebensmittelbereich, wobei ihnen die wissenschaftliche Beratung der EFSA als Grundlage dient.

Die EFSA ist gemäß EU-Recht mit dem Zusammentragen vorhandener Forschungsergebnisse und Daten beauftragt. Die Wissenschaftler der Behörde werten diese Informationen aus und leisten davon ausgehend ihre wissenschaftliche Beratung zur Unterstützung der für das Risikomanagement verantwortlichen Entscheidungsträger.

Entscheidend für den kontinuierlichen Fortschritt bzgl. der Lebensmittelsicherheit ist die Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement – die Rollenaufteilung zwischen Sachverständigen, die wissenschaftlich fundierte Gutachten erstellen, und denen, die mit der Einführung und Umsetzung von Vorschriften auf Grundlage dieser Beratung beauftragt sind. Diese Rollentrennung zwischen Risikobewertung und Risikomanagement erklärt anschaulich die neu publizierte Infografik der EFSA.

Risk assessment vs risk management: What’s the difference?

Seit Anfang der 2000er Jahre stehen die in der Saatgutbehandlung verwendeten Neonikotinoide im Verdacht, für das „Bienensterben“ mitverantwortlich zu sein. In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurden seitdem die Wirkungen der Neonikotinoide auf die Bienen beschrieben. Anfang 2013 präsentierte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im Auftrag der EU-Kommission ihre Neubewertungen für drei Neonikotinoide. Auf dieser Grundlage beschloss die EU-Kommission Mitte 2013 mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 485/2013 weitreichende Restriktionen bezüglich der Anwendung der Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam.

Hintergrundinformationen vom BVL

Lebensmittelkontaktmaterialien werden häufig zu Informations-, Werbe- und Dekorationszwecken bedruckt. Klebeetiketten auf Lebensmittelverpackungen enthalten meist Photoinitiatoren, die zur Farbstoffhärtung beim UV-Druckverfahren eingesetzt werden. Untersuchungen des CVUA Stuttgart haben gezeigt, dass ein Übergang dieser Photoinitiatoren durch das Verpackungsmaterial, abhängig vom konkreten Kontaktmaterial und den Lagerbedingungen, grundsätzlich möglich ist. Problematisch ist insbesondere die Bedruckung von Kunststoff-Trinkflaschen unter Verwendung von Photoinitiatoren, da einige Kunststoffe keine ausreichende Barriere für Photoinitiatoren darzustellen scheinen. Substanzspezifische rechtliche Regelungen zum Übergang von Druckfarbenbestandteilen aus Verpackungen auf Lebensmittel gibt es bislang weder auf nationaler noch auf EU-Ebene. Die (bislang nur als Entwurf vorliegende) 21. Änderung der dt. Bedarfsgegenständeverordnung würde Regelungen bezüglich Stoffen für die Herstellung bedruckter Lebensmittelbedarfsgegenstände und deren Übergang auf Lebensmittel vorsehen.

Beitrag CVUA

 

Im Rahmen der Bewertung eines Antrags für ein reguliertes Produkt kann die EFSA zusätzliche Informationen anfordern, um ihre Überprüfung abschließen zu können. Die Behörde hat nun erstmals Fristen festgelegt, die Antragstellern eine klare Vorstellung davon geben, wie viel Zeit ihnen zur Verfügung steht, um entsprechende Daten einzureichen. Hierzu werden die Datenanforderungen unter übergreifenden Rubriken, wie Bioverfügbarkeit, Toxizität und Exposition, zusammengefasst. Im Falle einer solchen Datenanforderung wird europäischem Recht folgend „die Uhr angehalten“, d. h. der gesetzlich vorgeschriebene Zeitplan für die Risikobewertung wird ausgesetzt, bis der Antragsteller die erforderlichen Informationen vorlegt. Die neuen Verfahrensweisen sollen der EFSA zufolge für mehr Effizienz, Klarheit und Kohärenz bei der Bewertung von Anträgen für regulierte Produkte sorgen und treten am 1. Mai 2014 in Kraft.

Indicative timelines for submitting additional or supplementary information to EFSA during the risk assessment process of regulated products (EFSA)

Die FDA (US Food and Drug Administration) lässt die Bestrahlung von Krustentieren mit einer Dosis von maximal 6.0 kiloGray zu. Damit soll die Anzahl krankheitsauslösender Mikroorganismen (z.B. Listerien, E coli) auf bzw. in Krustentieren reduziert werden. Entsprechend behandelte Lebensmittel müssen das internationale Zeichen für Bestrahlung tragen sowie den Hinweis “Treated with/by irradiation“.

Beitrag auf marlerblog.com

Mehr als 1.300 Hepatitis-A-Fälle in elf Mitgliedstaaten wurden seit Januar 2013 gemeldet, davon 240 bestätigte Fälle im Zusammenhang mit dem aktuellen Ausbruch.

Ursprünglich wurde der Ausbruch mit Italienreisenden in Verbindung gebracht. Allerdings meldeten sieben Mitgliedstaaten – Deutschland, Frankreich, Irland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und das Vereinigte Königreich – auch Infektionsfälle bei Personen, die nicht nach Italien gereist waren.

Erste Untersuchungen identifizierten gefrorene Beeren als die wahrscheinlichste Infektionsquelle. Weitere Hypothesen – wie eine Kreuzkontamination im Umfeld der Lebensmittelproduktion oder die Möglichkeit, dass der für den Ausbruch verantwortliche Virenstamm bereits weit verbreitet ist, jedoch zuvor nicht nachgewiesen wurde – werden nun ebenfalls in Betracht gezogen.

Die EFSA führt derzeit eine Rückverfolgungsuntersuchung durch. Dabei wird sie unterstützt von den betroffenen Mitgliedstaaten, dem European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), der Europäischen Kommission und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Outbreak of hepatitis A in EU/EEA countries - Second update (EFSA)

Die EFSA verlängert die Frist für den Abschluss ihrer vollständigen Risikobewertung von Bisphenol A (BPA) bis Ende 2014. Dies soll den Wissenschaftlern der EFSA genügend Zeit zur Auswertung der großen Zahl an Stellungnahmen geben, die während der öffentlichen Konsultation über ihre Sicherheitsbewertung des chemischen Stoffs eingegangen sind.Im Rahmen ihrer ständigen Verpflichtung zu Offenheit und Transparenz hielt die EFSA zudem am 23. April ein nachbereitendes Treffen mit Interessengruppen ab, um die Kommentare zu diskutieren, die während der Konsultation zu den von BPA ausgehenden Risiken für die menschliche Gesundheit eingingen.

Tagesordnung (EFSA)

 

Im Jahr 2000 wurde der Referenzwert (in Deutschland, Österreich und der Schweiz) für Folat auf 400 µg/Tag für Erwachsene festgesetzt. Als ein wichtiges Ziel des Referenzwertes wurde damals die Vorbeugung ardiovaskulärer Erkrankungen durch die Reduktion von Homocystein angesehen. Seitdem haben jedoch mehrere Untersuchungen gezeigt, dass die präventive Einnahme von Folat sowie die Reduzierung von Homocystein das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen bei bereits von derartigen Krankheiten betroffenen Personen nicht reduzieren. Aus diesem Grund wurde der neue Referenzwert für Folat auf nunmehr 300 µg/Tag herabgesetzt.

European Journal of Clinical Nutrition (2014) 68, 719–723 (M. B. Krawinkel, D. Strohm, A. Weissenborn, B. Watzl, M. Eichholzer, K. Bärlocher, I. Elmadfa, E. Leschik-Bonnet, H. Heseker)

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat seine Fragen und Antworten zu Bisphenol A in verbrauchernahen Produkten aktualisiert.

Aktualisierte FAQ des BfR vom 25. März 2014

Änderung des Anhangs XVII der REACH-Verordnung (VO 1907/2006)

Im Dezember 2013 veröffentlichte die Europäische Kommission die Verordnung (EU) Nr. 1272/2003 zur Änderung des AnhangsXVII der REACHVerordnung hinsichtlich polyzyklischer aromatischerKohlenwasserstoffe (PAK). Mit dieser Änderungsverordnung wird die von  Deutschland initiierte Beschränkung krebserzeugender PAK in Verbraucherprodukten in eine verbindliche Rechtsnorm umgesetzt.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 03/2014

Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform mit Zusatz von Coenzym Q10 dürfen nach der Allgemeinverfügung nach § 54 LFGB nach Deutschland verbracht und in den Verkehr gebracht werden, sofern die tägliche Verzehrsmenge von 100 mg Coenzym Q10 bei einer Verzehrsempfehlung von einer Kapsel pro Tag nicht überschritten wird und die Kennzeichnung den Warnhinweis enthält, dass das Erzeugnis von Schwangeren, Stillenden und Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht verzehrt werden sollte.

Beitrag BVL

Neue Union-Guidance veröffentlicht

Im Dezember 2013 veröffentlichte die DG Sanco auf ihren Webseiten die „Union Guidance on Regulation (EU) No 10/2011 on plastic materials  and articles intended to come into contact with food as regards information in the supply chain“. Diese Leitlinie konkretisiert die zu entwickelnden und auszutauschenden Informationen in der Lieferkette, die im Hinblick auf die in der Verordnung 10/2011 verankerte Konformitätsarbeit benötigt werden.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 02/2014.

Neue Grenzwerte: Wird das Schutzniveau für Kinder verschlechtert?

Das Schutzniveau für Kinder wird aufgrund neuer Grenzwerte für Schwermetalle mit der Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG verschlechtert, laut Bundesinstitut für Risikobewertung. Deutschland darf allerdings die seiner Ansicht nach über dem neuen EU-Standard liegenden Grenzwerte für bestimmte Schwermetalle in Spielzeug vorerst weiterhin anwenden. Dies geht aus einer Entscheidung des EuGH hervor.

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 12/2013.