scientific consulting   accompanied by  legal advice

meyer.science ist spezialisiert auf die natur­wissenschaft­liche Be­ratung von natio­nalen und inter­natio­nalen Firmen der Lebens­mittel‑, Kosmetik- und Pharma­branche. Darüber hinaus erstreckt sich unsere Be­ratung auf die Ge­biete der Lebens­mittel­kontakt­materialien und sonstiger Verbraucher­produkte wie Spiel­zeug und Text­ilien.

Dabei pro­fitieren unsere Kunden von der Um­setzung eines inter­disziplinären An­satzes; die enge Zusammen­arbeit mit unserem Ko­operations­partner meyer.rechtsanwälte er­möglicht unseren Kunden eine natur­wissen­schaftliche und recht­liche Be­ratung aus einer Hand.

Die enge Zu­sammen­arbeit mit einem aus­ge­dehnten Netz­werk euro­päischer und weiterer inter­nationaler Ex­perten, welches es uns er­möglicht, die Be­sonder­heiten der je­weiligen Märkte in unsere Be­ratung mit ein­zu­be­ziehen, rundet unser Con­sulting Angebot ab.

Wert­volle Erfahrungen gewinnen wir schließ­lich durch unser zu­sätzliches Eng­agement in zahl­reichen Ver­eini­gungen, unsere Pub­lika­tionen in ein­schläg­igen Fach­medien und die Organ­isation von Konf­erenzen und Seminaren. Die da­durch erschlos­senen Kontakte zu Be­hörden und Ver­bänden kommen auch unseren Kunden zu­gute. 

Dr. Uta Verbeek
Geschäftsführerin


Aktuelle Informationen

Die EFSA veröffentlichte jüngst den Report zu den Ergebnissen der extern vergebenen Literaturrecherche und Bewertung der vorhandenen Literatur als Vorbereitung zur Aufstellung von Referenzwerten für Riboflavin.

Literature search and review related to specific preparatory work in the establishment of Dietary Reference Values for Riboflavin (EFSA)

Die EFSA schlägt angemessene Jod-Aufnahmemengen für Kinder, Erwachsene, schwangere und stillende Frauen vor. Als integraler Bestandteil der Schilddrüsenhormone ist Jod ein für Menschen lebensnotwendiges Spurenelement. Die reichhaltigsten Jodquellen sind Milch- und Meeresprodukte sowie jodiertes Salz. Eine unzureichende Jodzufuhr kann zu Beeinträchtigungen der Schilddrüsenfunktion sowie Entwicklungsstörungen in allen Lebensphasen, insbesondere während Schwangerschaft und Kindheit, führen. Dieses jüngste Wissenschaftliche Gutachten der EFSA entstand im Rahmen ihrer laufenden Arbeiten zu Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Values – DRV).

Scientific Opinion on Dietary Reference Values for iodine (EFSA)

Die Leber ist bei Wirbeltieren das zentrale Stoffwechselorgan zur Entgiftung. Bestimmte Umweltkontaminanten wie Dioxine und polychlorierte Biphenyle (PCB) werden verstärkt im Fett dieses Organs eingelagert, weshalb die Leber an Land lebender Tiere häufig höhere Konzentrationen an Dioxinen und PCB aufweist als das übrige Gewebe.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die in der Verordnung (EU) Nr. 1067/2013 mit Bezug auf das Frischgewicht festgelegten neuen Höchstgehalte für Dioxine und PCB in Lebern an Land lebender Tiere gesundheitlich bewertet. Das BfR kommt zu dem Schluss, dass eine Beeinträchtigung der Gesundheit durch die höheren Höchstgehalte für Lebern an Land lebender Tiere (außer Schafen) unwahrscheinlich ist, wenn Verbraucher die Leber in den in Deutschland üblicherweise geringen Mengen verzehren.

Stellungnahme 014/2014 des BfR vom 11. März 2014

Im Auftrag der Kommission führte die EFSA eine erneute Expositionsabschätzung für den Lebensmittelzusatzstoff Steviolglykoside (E 960) durch. Die aktuelle Expositionsabschätzung basiert auf den derzeit bestehenden Zulassungen der Steviolglykoside für verschiedene Lebensmittelkategorien, berücksichtigt aber auch die beantragten Zulassungserweiterungen sowie vorliegende Verzehrsdaten.

Die EFSA kommt zu dem Schluss, dass die geschätzte Exposition für alle Bevölkerungsgruppen unterhalb des ADI-Wertes von 4 mg/kg Körpergewicht pro Tag liegt. Eine Ausnahme bilden dabei Kleinkinder mit einem sehr hohen Verzehr (95. Perzentil) in einem Mitgliedstaat. Außerdem weist die EFSA daraufhin, dass Süßstoffe für den Hausgebrauch eine wichtige Expositionsquelle darstellen könnten. Aus diesem Grund wäre laut EFSA hier ein geringer Grenzwert als quantum satis wünschenswert, um eine präzise Abschätzung der potentiellen maximalen Exposition aus diesem Gebrauch zu ermöglichen.

Scientific Opinion on the revised exposure assessment of steviol glycosides (E 960) for the proposed uses as a food additive (EFSA)

 

Eröffnung des Anhang III: Aufnahme von Ephedra und Yohimbe nach Art.-8-Prozedur geplant

Die AnreicherungsVO 1925/2006 (ABl. L 404/26, 30/12/2006) weist die Besonderheit auf, dass „bestimmte andere Stoffe“ als Vitamine und Mineralstoffe geprüft werden können und ihre Verwendung gegebenenfalls beschränkt oder gar  verboten werden kann (Negativliste nach Art. 8 Anhang III).

Den gesamten Artikel gibt es in der DLR 05/2014.

Das BfR-Merkblatt „Schutz vor Infektionen mit enterohämorrhagischen E. coli (EHEC)“ wurde aktualisiert.

BfR Publikation

Die EuropäischeKommission beabsichtigt, für DDAC und BAC Rückstandshöchstgehalte (RHG) im Rahmen der europäischen Verordnung (EG) Nr. 396/2005 festzulegen. Als Rückstandshöchstgehalt für DDAC und BAC wurde dabei von der EU-Kommission ein Gehalt von 0,1 mg/kg vorgeschlagen.

Die EFSA hat bei ihrer Risikobewertung auf Basis der Risikobewertungen des BfR die Berechnungen für DDAC und BAC mit einem ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) und einer ARfD (Akute Referenzdosis) von je 0,1 mg pro kg Körpergewicht pro Tag durchgeführt. Die EFSA weist allerdings darauf hin, dass die zugrunde liegenden toxikologischen Daten Lücken aufweisen und von daher mit Unsicherheiten behaftet sind. Auf Basis der vom BfR abgeleiteten Werte für den ADI und der ARfD ergibt sich bei Rückstandshöchstgehalten für DDAC und BAC von jeweils 0,1 mg/kg für Lebensmittel keinerlei chronisches oder akutes Risiko für die Verbraucher. Allerdings weist auch diese Einschätzung laut EFSA Unsicherheiten auf, denn andere Expositionsquellen für DDAC und BAC wurden nicht betrachtet, und es fehlen Gehaltsdaten für verarbeitete Lebensmittel. Von daher sieht die EFSA die durchgeführte Risikobewertung nur als „indicative“ an. 

Risikobewertung der EFSA für Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) und Benzalkoniumchlorid (BAC) in Lebensmitteln in Hinblick auf die Festsetzung vorläufiger Rückstandshöchstgehalte (EFSA)

In der Sitzung des Ständigen Ausschusses für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit (SCFCAH – Section Phytopharmaceuticals - Pesticides Residues) am 12./13. Juni 2014 wurde bereits ein entsprechender Verordnungsentwurf zur Änderung des Anhang III der Verordnung 396/2005 diskutiert.

Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform mit Zusatz von L-Tryptophan dürfen nach der Allgemeinverfügung nach § 54 LFGB nach Deutschland verbracht und in den Verkehr gebracht werden, sofern die Tagesverzehrsempfehlung von 1 Kapsel pro Tag entsprechend einer täglichen Aufnahme von 500 mg L-Tryptophan nicht überschritten wird und die Kennzeichnung die Warnhinweise enthält, dass bei der Einnahme von Antidepressiva vor dem Verzehr Rücksprache mit dem Arzt oder Therapeuten gehalten werden sollte, das Produkt nicht für Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche geeignet ist und nach Einnahme des Produktes die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr möglicherweise beeinträchtigt ist. Zudem muss das L-Tryptophan den Reinheitsanforderungen des Europäischen Arzneibuches bzw. gleichwertiger Reinheitsanforderungen entsprechen

Beitrag BVL

Die EFSA hat eine öffentliche Konsultation über ihren Entwurf eines Wissenschaftlichen Gutachtens zur Grundzusammensetzung von Säuglingsanfangs- und Folgenahrung gestartet. Mit dem Gutachten werden die bestehenden Empfehlungen des Scientific Committee on Food aus dem Jahr 2003 überarbeitet, wobei aktuellere Daten berücksichtigt werden. Interessierte Kreise können ihre schriftlichen Stellungnahmen noch bis zum 29. Mai einreichen.

Public consultation: composition of infant and follow-on formulae (EFSA)

94% der vom CVUA Stuttgart untersuchten Proben frischen konventionell angebauten Obsts wiesen Rückstände von Pestiziden auf. Im Durchschnitt wies eine Probe dabei Rückstände von 5,4 verschiedenen Pestiziden auf. Bei 4,8% der Proben überschritten die Rückstände die zulässige Höchstmenge. Dies betraf v.a. exotische Früchte, bei denen 10% die Höchstgrenzen überschritten.

Pesticide Residues in Fresh Fruit, 2013 - Report from a day in the lab (CVUA)

Seit Inkrafttreten der EU-Verordnung Nr. 1935/2004 sind Konformitätserklärungen für bestimmte Lebensmittelbedarfsgegenstände, u.a. für solche aus Kunststoff und Keramik, zwingend erforderlich. Die Konformitätserklärung bestätigt, dass der betreffende Gegenstand so hergestellt wurde, dass er den geltenden Vorschriften entspricht und somit mit Lebensmitteln in Kontakt kommen darf. Zudem soll so sichergestellt werden, dass für die Sicherheit des Verbrauchers relevante Informationen (wie z.B. „Nicht bei Temperaturen über 40 °C verwenden“) in der Herstellungskette weitergegeben werden. Untersuchungen des CVUA Stuttgart aus dem Jahr 2013 haben allerdings ergeben, dass bei 90% der untersuchten Bedarfsgegenstände die Konformitätserklärung entweder vollständig fehlte oder aber Mängel aufwiesen. 

Beitrag CVUA

Die (v.a. industrielle) Herstellung von Hackfleisch unter Anwendung heute üblicher Technologien führt mitunter zu erhöhten Anteilen feinbrätartig zerkleinerten Materials. Gemäß der in den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse des Deutschen Lebensmittelbuches wiedergegebenen Verkehrsauffassung ist ein Zusatz von Brät bei gewolftem oder ähnlich zerkleinertem Fleisch nicht üblich. Übersteigt die brätähnliche Substanz 20 Vol.-%, ist dies daher kenntlich zu machen. Untersuchungen des CVUA in den Jahren 2012/13 zufolge entsprachen 70% der als Hackfleisch in den Verkehr gebrachten Produkte diesbezüglich den Verbrauchererwartungen. Fast ein Drittel der Produkte enthielt dagegen mehr als 20 Vol.-% brätartige Substanz und hätten entsprechend gekennzeichnet werden müssen. 6% der untersuchten Produkte bestanden zu mehr als der Hälfte aus brätähnlicher Substanz und hätten daher überhaupt nicht als „Hackfleisch“ deklariert werden dürfen.

Beitrag CVUA

Rückstandshöchstgehalte (RHG) in Lebens- und Futtermitteln sollen verfahrensübergreifend koordiniert und festgelegt werden. Das ist aus Sicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ein Ergebnis der internationalen Konferenz „European Conference on MRL-Setting for Biocides“, die das BfR gemeinsam mit der Europäischen Kommission (Generaldirektionen Umwelt sowie Gesundheit und Verbraucher) am 18. und 19. März 2014 ausrichtete.

Information Nr. 012/2014 des BfR vom 17. April 2014