scientific consulting  accompanied by  legal advice

meyer.science ist spezialisiert auf die natur­wissenschaft­liche Be­ratung von natio­nalen und inter­natio­nalen Firmen der Lebens­mittel‑, Kosmetik- und Pharma­branche. Darüber hinaus erstreckt sich unsere Be­ratung auf die Ge­biete der Lebens­mittel­kontakt­materialien und sonstiger Verbraucher­produkte wie Spiel­zeug und Text­ilien.

Dabei pro­fitieren unsere Kunden von der Um­setzung eines inter­disziplinären An­satzes; die enge Zusammen­arbeit mit unserem Ko­operations­partner meyer.rechtsanwälte er­möglicht unseren Kunden eine natur­wissen­schaftliche und recht­liche Be­ratung aus einer Hand.

Die enge Zu­sammen­arbeit mit einem aus­ge­dehnten Netz­werk euro­päischer und weiterer inter­nationaler Ex­perten, welches es uns er­möglicht, die Be­sonder­heiten der je­weiligen Märkte in unsere Be­ratung mit ein­zu­be­ziehen, rundet unser Con­sulting Angebot ab.

Wert­volle Erfahrungen gewinnen wir schließ­lich durch unser zu­sätzliches Eng­agement in zahl­reichen Ver­eini­gungen, unsere Pub­lika­tionen in ein­schläg­igen Fach­medien und die Organ­isation von Konf­erenzen und Seminaren. Die da­durch erschlos­senen Kontakte zu Be­hörden und Ver­bänden kommen auch unseren Kunden zu­gute. 

Dr. Uta Verbeek
Geschäftsführerin


Aktuelle Informationen

Das BfR-Merkblatt „Schutz vor Infektionen mit enterohämorrhagischen E. coli (EHEC)“ wurde aktualisiert.

BfR Publikation

Die EuropäischeKommission beabsichtigt, für DDAC und BAC Rückstandshöchstgehalte (RHG) im Rahmen der europäischen Verordnung (EG) Nr. 396/2005 festzulegen. Als Rückstandshöchstgehalt für DDAC und BAC wurde dabei von der EU-Kommission ein Gehalt von 0,1 mg/kg vorgeschlagen.

Die EFSA hat bei ihrer Risikobewertung auf Basis der Risikobewertungen des BfR die Berechnungen für DDAC und BAC mit einem ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) und einer ARfD (Akute Referenzdosis) von je 0,1 mg pro kg Körpergewicht pro Tag durchgeführt. Die EFSA weist allerdings darauf hin, dass die zugrunde liegenden toxikologischen Daten Lücken aufweisen und von daher mit Unsicherheiten behaftet sind. Auf Basis der vom BfR abgeleiteten Werte für den ADI und der ARfD ergibt sich bei Rückstandshöchstgehalten für DDAC und BAC von jeweils 0,1 mg/kg für Lebensmittel keinerlei chronisches oder akutes Risiko für die Verbraucher. Allerdings weist auch diese Einschätzung laut EFSA Unsicherheiten auf, denn andere Expositionsquellen für DDAC und BAC wurden nicht betrachtet, und es fehlen Gehaltsdaten für verarbeitete Lebensmittel. Von daher sieht die EFSA die durchgeführte Risikobewertung nur als „indicative“ an. 

Risikobewertung der EFSA für Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) und Benzalkoniumchlorid (BAC) in Lebensmitteln in Hinblick auf die Festsetzung vorläufiger Rückstandshöchstgehalte (EFSA)

In der Sitzung des Ständigen Ausschusses für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit (SCFCAH – Section Phytopharmaceuticals - Pesticides Residues) am 12./13. Juni 2014 wurde bereits ein entsprechender Verordnungsentwurf zur Änderung des Anhang III der Verordnung 396/2005 diskutiert.

Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform mit Zusatz von L-Tryptophan dürfen nach der Allgemeinverfügung nach § 54 LFGB nach Deutschland verbracht und in den Verkehr gebracht werden, sofern die Tagesverzehrsempfehlung von 1 Kapsel pro Tag entsprechend einer täglichen Aufnahme von 500 mg L-Tryptophan nicht überschritten wird und die Kennzeichnung die Warnhinweise enthält, dass bei der Einnahme von Antidepressiva vor dem Verzehr Rücksprache mit dem Arzt oder Therapeuten gehalten werden sollte, das Produkt nicht für Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche geeignet ist und nach Einnahme des Produktes die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr möglicherweise beeinträchtigt ist. Zudem muss das L-Tryptophan den Reinheitsanforderungen des Europäischen Arzneibuches bzw. gleichwertiger Reinheitsanforderungen entsprechen

Beitrag BVL

Die EFSA hat eine öffentliche Konsultation über ihren Entwurf eines Wissenschaftlichen Gutachtens zur Grundzusammensetzung von Säuglingsanfangs- und Folgenahrung gestartet. Mit dem Gutachten werden die bestehenden Empfehlungen des Scientific Committee on Food aus dem Jahr 2003 überarbeitet, wobei aktuellere Daten berücksichtigt werden. Interessierte Kreise können ihre schriftlichen Stellungnahmen noch bis zum 29. Mai einreichen.

Public consultation: composition of infant and follow-on formulae (EFSA)

94% der vom CVUA Stuttgart untersuchten Proben frischen konventionell angebauten Obsts wiesen Rückstände von Pestiziden auf. Im Durchschnitt wies eine Probe dabei Rückstände von 5,4 verschiedenen Pestiziden auf. Bei 4,8% der Proben überschritten die Rückstände die zulässige Höchstmenge. Dies betraf v.a. exotische Früchte, bei denen 10% die Höchstgrenzen überschritten.

Pesticide Residues in Fresh Fruit, 2013 - Report from a day in the lab (CVUA)

Seit Inkrafttreten der EU-Verordnung Nr. 1935/2004 sind Konformitätserklärungen für bestimmte Lebensmittelbedarfsgegenstände, u.a. für solche aus Kunststoff und Keramik, zwingend erforderlich. Die Konformitätserklärung bestätigt, dass der betreffende Gegenstand so hergestellt wurde, dass er den geltenden Vorschriften entspricht und somit mit Lebensmitteln in Kontakt kommen darf. Zudem soll so sichergestellt werden, dass für die Sicherheit des Verbrauchers relevante Informationen (wie z.B. „Nicht bei Temperaturen über 40 °C verwenden“) in der Herstellungskette weitergegeben werden. Untersuchungen des CVUA Stuttgart aus dem Jahr 2013 haben allerdings ergeben, dass bei 90% der untersuchten Bedarfsgegenstände die Konformitätserklärung entweder vollständig fehlte oder aber Mängel aufwiesen. 

Beitrag CVUA

Die (v.a. industrielle) Herstellung von Hackfleisch unter Anwendung heute üblicher Technologien führt mitunter zu erhöhten Anteilen feinbrätartig zerkleinerten Materials. Gemäß der in den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse des Deutschen Lebensmittelbuches wiedergegebenen Verkehrsauffassung ist ein Zusatz von Brät bei gewolftem oder ähnlich zerkleinertem Fleisch nicht üblich. Übersteigt die brätähnliche Substanz 20 Vol.-%, ist dies daher kenntlich zu machen. Untersuchungen des CVUA in den Jahren 2012/13 zufolge entsprachen 70% der als Hackfleisch in den Verkehr gebrachten Produkte diesbezüglich den Verbrauchererwartungen. Fast ein Drittel der Produkte enthielt dagegen mehr als 20 Vol.-% brätartige Substanz und hätten entsprechend gekennzeichnet werden müssen. 6% der untersuchten Produkte bestanden zu mehr als der Hälfte aus brätähnlicher Substanz und hätten daher überhaupt nicht als „Hackfleisch“ deklariert werden dürfen.

Beitrag CVUA

Rückstandshöchstgehalte (RHG) in Lebens- und Futtermitteln sollen verfahrensübergreifend koordiniert und festgelegt werden. Das ist aus Sicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ein Ergebnis der internationalen Konferenz „European Conference on MRL-Setting for Biocides“, die das BfR gemeinsam mit der Europäischen Kommission (Generaldirektionen Umwelt sowie Gesundheit und Verbraucher) am 18. und 19. März 2014 ausrichtete.

Information Nr. 012/2014 des BfR vom 17. April 2014

Die Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit vom Erzeuger bis zum Verbraucher ist eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe. Sie verlangt, dass auf allen Stufen der Versorgungskette strenge Sicherheitsmaßnahmen zur Anwendung kommen. Risikobewertung und Risikomanagement sind zentrale Säulen dieses Prozesses.

Die EFSA ist in Europa die maßgebliche Bewertungsstelle und bewertet Risiken in der Lebensmittelkette. Zu den Risikomanagern zählen die Europäische Kommission, Behörden in den Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament. Ihnen obliegen die Politikgestaltung, die Produktzulassung und die Gesetzgebung im Lebensmittelbereich, wobei ihnen die wissenschaftliche Beratung der EFSA als Grundlage dient.

Die EFSA ist gemäß EU-Recht mit dem Zusammentragen vorhandener Forschungsergebnisse und Daten beauftragt. Die Wissenschaftler der Behörde werten diese Informationen aus und leisten davon ausgehend ihre wissenschaftliche Beratung zur Unterstützung der für das Risikomanagement verantwortlichen Entscheidungsträger.

Entscheidend für den kontinuierlichen Fortschritt bzgl. der Lebensmittelsicherheit ist die Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement – die Rollenaufteilung zwischen Sachverständigen, die wissenschaftlich fundierte Gutachten erstellen, und denen, die mit der Einführung und Umsetzung von Vorschriften auf Grundlage dieser Beratung beauftragt sind. Diese Rollentrennung zwischen Risikobewertung und Risikomanagement erklärt anschaulich die neu publizierte Infografik der EFSA.

Risk assessment vs risk management: What’s the difference?

Seit Anfang der 2000er Jahre stehen die in der Saatgutbehandlung verwendeten Neonikotinoide im Verdacht, für das „Bienensterben“ mitverantwortlich zu sein. In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurden seitdem die Wirkungen der Neonikotinoide auf die Bienen beschrieben. Anfang 2013 präsentierte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im Auftrag der EU-Kommission ihre Neubewertungen für drei Neonikotinoide. Auf dieser Grundlage beschloss die EU-Kommission Mitte 2013 mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 485/2013 weitreichende Restriktionen bezüglich der Anwendung der Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam.

Hintergrundinformationen vom BVL

Lebensmittelkontaktmaterialien werden häufig zu Informations-, Werbe- und Dekorationszwecken bedruckt. Klebeetiketten auf Lebensmittelverpackungen enthalten meist Photoinitiatoren, die zur Farbstoffhärtung beim UV-Druckverfahren eingesetzt werden. Untersuchungen des CVUA Stuttgart haben gezeigt, dass ein Übergang dieser Photoinitiatoren durch das Verpackungsmaterial, abhängig vom konkreten Kontaktmaterial und den Lagerbedingungen, grundsätzlich möglich ist. Problematisch ist insbesondere die Bedruckung von Kunststoff-Trinkflaschen unter Verwendung von Photoinitiatoren, da einige Kunststoffe keine ausreichende Barriere für Photoinitiatoren darzustellen scheinen. Substanzspezifische rechtliche Regelungen zum Übergang von Druckfarbenbestandteilen aus Verpackungen auf Lebensmittel gibt es bislang weder auf nationaler noch auf EU-Ebene. Die (bislang nur als Entwurf vorliegende) 21. Änderung der dt. Bedarfsgegenständeverordnung würde Regelungen bezüglich Stoffen für die Herstellung bedruckter Lebensmittelbedarfsgegenstände und deren Übergang auf Lebensmittel vorsehen.

Beitrag CVUA

 

Im Rahmen der Bewertung eines Antrags für ein reguliertes Produkt kann die EFSA zusätzliche Informationen anfordern, um ihre Überprüfung abschließen zu können. Die Behörde hat nun erstmals Fristen festgelegt, die Antragstellern eine klare Vorstellung davon geben, wie viel Zeit ihnen zur Verfügung steht, um entsprechende Daten einzureichen. Hierzu werden die Datenanforderungen unter übergreifenden Rubriken, wie Bioverfügbarkeit, Toxizität und Exposition, zusammengefasst. Im Falle einer solchen Datenanforderung wird europäischem Recht folgend „die Uhr angehalten“, d. h. der gesetzlich vorgeschriebene Zeitplan für die Risikobewertung wird ausgesetzt, bis der Antragsteller die erforderlichen Informationen vorlegt. Die neuen Verfahrensweisen sollen der EFSA zufolge für mehr Effizienz, Klarheit und Kohärenz bei der Bewertung von Anträgen für regulierte Produkte sorgen und treten am 1. Mai 2014 in Kraft.

Indicative timelines for submitting additional or supplementary information to EFSA during the risk assessment process of regulated products (EFSA)

Die FDA (US Food and Drug Administration) lässt die Bestrahlung von Krustentieren mit einer Dosis von maximal 6.0 kiloGray zu. Damit soll die Anzahl krankheitsauslösender Mikroorganismen (z.B. Listerien, E coli) auf bzw. in Krustentieren reduziert werden. Entsprechend behandelte Lebensmittel müssen das internationale Zeichen für Bestrahlung tragen sowie den Hinweis “Treated with/by irradiation“.

Beitrag auf marlerblog.com